Kuchenblech !? - DiscDogChallengeGermany

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Kuchenbleche!?
Die etwas anderen „Pokale“ der DDCG…
Blechteller, Camping Geschirr, oder „Endlich mal was wo auch der Hund was von hat, obwohl der Napf ja viel zu flach ist…“ durften wir 2014 nach der Veröffentlichung der Pokale der DDCG hören/lesen.
Die Antwort „Es sind Kuchenformen“ haben nicht nur den ein oder anderen fragenden Blick ausgelöst…

 
Was haben Kuchenbleche mit Dogfrisbee oder DDCG zu tun?
Ganz einfach. Ab dem Jahr 1871 verkaufte der Bäcker William Russel, Inhaber der „Frisbie Pie Company“ seine Torten in Pie Tin Kuchenformen. Da der Spielzeugmarkt damals noch nicht so überflutet war wie heute begannen Kinder sich die weggeworfenen Kuchenformen zu zuwerfen.

Walter Frederick Morrison war selbst in jungen Jahren Käufer dieser Torten. Als Pilot war er mit aerodynamischen Eigenschaften vertraut und machte sich an das Werk die Flugeigenschaften der Kuchenformen zu verbessern. Seine erste Idee die Flugbahn durch zusätzliche Metallringe am Rand zu stabilisieren brachten wenig Erfolg und er stellte das Material um auf Plastik.
1947 gab es den ersten Prototypen aus Kunststoff, welche bereits Rillen zur Stabilisation der Flugbahn hatte. Die ersten Scheiben dieser Art wurden für 25 Cent am Strand von Santa Monica verkauft, fanden jedoch kaum Anklang.
Vier Jahre später gab es einen Nachfolger des Prototyps, die sogenannte „Pluto Plate“, welche ab dem 13. Januar 1957 von der Firma Wham-O einem amerikanischen Spielzeugproduzenten (der übrigens auch den Hula Hoop auf den Markt brachte) hergestellt und vermarktet.
 
Einer der Wham-O Inhaber hörte in diesem Jahr erstmalig den Ausdruck Frisbie. Ohne zu wissen woher der Name kam ließ er den Handelsnamen Frisbee für die Flugscheiben eintragen. Seitdem werden alle fliegenden Plastikscheiben als Frisbee bezeichnet.
Wham-o produziert auch heute noch die „Fastback“ Frisbee für Hunde.

         
 
Die Pokale der DDCG
 
Sollten keine 0-8-15 Pokale von der Stange sein, sondern etwas außergewöhnliches, was aber auch mit dem Sport in Verbindung steht…
Die Idee zu den Blechen kam mit dem Geburtstagsgeschenk des Orga Teams an Frank. Es war eine original Friesbie´s Pie Tin der Frisbee´s Pie Company…
Das wäre es doch… Pies mit statt mit Frisbie´s Pie Logo mit einem Logo der DDCG…

Also machte man sich auf die Suche nach solchen „Blechen“ und tüftelte gleich einen Plan, wie das Logo der DDCG denn später in die Bleche kommt.  
Die Suche nach geeigneten Blechen war zunächst sehr ernüchternd. In Europa eine Kuchenform aus gleichem Material in gleicher Größe zu finden war unmöglich. Eine größere Auswahl bot sich allerdings im Bereich der Pizzaformen. Einschränkungen in Punkto Material und Form wurden in Kauf genommen, denn heut zu Tage sind Teflon Beschichtungen der Renner und Pizzas sind eben keine Pies…

Zeitgleich wurde natürlich weiter am Plan mit dem DDCG Logo im Blech getüftelt.
Prägeformen für das Logo waren eine weitere Hürde in der Entwicklung der DDCG Pokale. Unzählige Firmen wurden kontaktiert bis wir feststellten: „Schade, preislich für uns nicht realisierbar.“
Kurz davor die Idee zu verwerfen kam jedoch ein Lichtblick. In einem kleinen Betrieb in Deutschland war ein älterer Herr so begeistert von unserer Idee, dass er uns die Prägeteile zum einem finanzierbaren Preis herstellte.
 
Nun musste nur noch eine Hydraulikpresse, ein Schlagbuchstaben Set sowie ein Schlagzahlen Set für den Prägevorgang her, was Dank 3,2,1 meins wirklich schnell und reibungslos von statten ging.

Voller Erwartung wurde der erste Teflon DDCG Pizzablechpokal angefertigt. Leider war das Ergebnis sehr niederschmetternd… Dank der großartigen Teflon Beschichtung war das Prägeergebnis alles andere wie hinnehmbar, um nicht zu sagen „für die Tonne“.  
Somit standen wir mit großartigen Prägevorlagen, der Presse und den Buchstaben wieder kurz davor die Idee zu verwerfen, natürlich nicht ohne die Suche nach besseren Formen komplett aufzugeben.
 
Nach Monate langer Suche wurden dann tatsächlich Pies aus dem Material, der Größe und Form wie die Originale der Frisbies Pie Bäckerei aus dem Jahre 1871 in den USA gefunden, bestellt und geliefert. Ein Orga-Treffen zur Herstellung der Pies wurde organisiert und tatsächlich, es klappte, auch wenn uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht so recht bewusst war was es bedeutet 160 Pies pro Saison per Handarbeit herzustellen.
 

160-mal
- Logo mit der Hydraulikpresse prägen
- eine laufende Nummer mit Schlagnummern in den Rand hämmern
- einen Veranstaltungsort, die Disziplin und Platzierung mit Schlagbuchstaben einzeln einhämmern
 ist schon eine zeitintensive Beschäftigung.

 

Letztendlich sind wir jedoch schon ein wenig stolz auf unsere Kuchenbleche, welche durch die kleinen Hürden für das Orga Team noch einmal eine ganz andere Bedeutung bekommen haben.

 
Fünf Jahre lief die Produktion reibungslos, bis uns in diesem Jahr das „Pie Projekt“ wieder Kopfzerbrechen machte.  Fünf Jahre, in denen die Presse des Öfteren Auf- und Abgebaut und quer durch Deutschland transportiert wurde und uns treue Dienste erwiesen hat, hinterlassen jedoch auch Spuren. So stellte sich zu Jahresbeginn heraus, dass die Presse ihren Dienst quittiert hat und es musste ein Nachfolger her.

 

Leider war es allein damit auch nicht getan, denn trotz neuem Nachfolger war die Prägung nicht mehr zufriedenstellend. Die Prägeformen waren im Laufe der Jahre und der vielen bereits geprägten Teile verzogen. Nach vielen schlaflosen Nächten, einigen Schweißperlen auf der Stirn durch hoffen und bangen mit etwas Zeitdruck im Nacken konnten wir auch dank der Unterstützung Dritter die Prägeformen noch einmal reanimieren, sodass die Produktion für 2018 gesichert war.

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